Lehrberufe

Baumaschinentechnik

Sie prägen das Bild jeder Baustelle: Kräne, Bagger, Schubraupen, Betonmischer etc. Dass sie immer reibungslos funktionieren, dafür sind BaumaschinentechnikerInnen zuständig.

Sie reparieren Fahrzeugteile (z.B. Motoren, Bremsen, Lenkungen, Hydraulik, ...) und halten die Baumaschinen in Stand. Bei der Fehlerdiagnose werden modernste Mess- und Prüfgeräte verwendet. Meistens wird in den Werkstätten gearbeitet, aber auch Reparaturen vor Ort kommen vor.

Dies erfordert jedoch neben Einsatzbereitschaft auch Genauigkeit, technisches Verständnis, Teamarbeit und natürlich die Bereitschaft, lebenslang zu lernen.

Viele Unternehmen haben Niederlassungen im Ausland, die es dem Baumaschinentechniker, der Baumaschinentechnikerin ermöglichen die Welt kennen zulernen und gleichzeitig Karrierechancen als BaumaschinentechnikerIn mit Auslandserfahrung zu nützen!

In der Werkstatt, als ServicetechnikerIn im Außendienst mit eigenem Werkstattwagen, in der Karriere als MeisterIn, im Verkauf – es ist deine Chance, deinen Weg zu machen!

Heute Lehrling - morgen Führungskraft!

Der Lehrberuf Baumaschinentechnik vereint wesentliche Grundzüge der Ausbildungsberufe „IndustriemechanikerIn", „LandmaschinentechnikerIn" und Mechatronik".

Zum Tätigkeitsbereich des Baumaschinentechnikers / der Baumaschinentechnikerin gehören:

  • Installation, Prüfung, Wartung und Reparatur von Fahrzeugen, Maschinen, Anlagen und Geräten
  • Manuelle und maschinelle Bearbeitung und Zusammenfügung von Werkstücken und Bauteilen
  • Diagnose von Fehlern und Störungen und deren Ursachen in mechanischen, hydraulischen, elektrischen und elektronischen Systemen
  • Inbetriebnahme und Bedienen von Fahrzeugen und deren Systemen, Prüfung von Emissionen und deren Einrichtungen zu Reduzierung
  • Herstellung und Prüfung von elektrischen Stromanschlüssen
  • Kommunikation mit Kunden
  • Fachexperte auch in Englisch
  • Planung und Kontrolle von Arbeitsabläufen
  • Bewertung von Arbeitsergebnissen, Anwendung qualitätssichernder Maßnahmen

Die Lehrzeit beträgt 3½- Jahre. Zusatzqualifikationen können durch weitere Prüfungen in verwandten Lehrberufen (wie z.B. Wagner, Berufskraftfahrer/in, Landmaschinentechnik, ...) erworben werden.



Hufschmied/in

Tätigkeitsmerkmale

Hufschmiede/Hufschmiedinnen passen Pferden und anderen Huftieren neue Hufe an. Sie nehmen das alte Hufeisen ab, reinigen und pflegen die Hufe und prüfen sie auf Krankheiten. Dann bringen sie die industriell vorgefertigten Huf-Rohlinge durch Schmieden, also durch das Bearbeiten des glühenden Stahls mit dem Schmiedehammer, in die für das Pferd passende Form und pressen das nochglühende Eisen auf den Huf. Schließlich nageln sie das Hufeisen mit speziellen Hufnägeln am Huf fest und raspeln und feilen die vorstehenden Hufränder ab.

Eine weitere wichtige Aufgabe der Hufschmiede/Hufschmiedinnen ist die Huf- undKlauenpflege bei Pferden und anderen Huf- und Klauentieren (Esel, Kühe, Schafe,Ziegen usw. aber auch Zootiere wie z.B. Kamele oder Lamas). Sie reinigen und schneiden die Hufsohlen und führen auch Korrekturen der Hufform durch. Bei der Klauenpflege kürzen sie die zu langen Klauen und feilen den Klauenrand ab. Sie beraten die Besitzer der Tiere in Fragen der Wahl der richtigen Hufeisen, der Huf- und Klauenpflege sowie der Betreuung, Pflege und Fütterung der Tiere.

Ausbildungsinhalte ...

Lehrzeit 3 Jahre.

1. Einrichten eines mobilen und stationären Beschlagplatzes,
2. Beurteilen und Analysieren der Hufformen,
3. Analysieren und Beurteilen der alten Beschläge des Pferdes im statischen und dynamischen Zustand,
4. Korrigieren des Hufes (Strahl pflegen, Sohle putzen, Tragrand kürzen) und Beraspeln der Hufwand,
5. Herstellen und Zurichten von Hufeisen nach Normen sowie Warmaufrichten des Hufeisen auf den Huf,
6. Auswählen der Nägel für Huf und Hufeisen, Aufnageln und Vernieten derH ufeisen sowie Endbearbeiten,
7. Prüfen des frisch beschlagenen Pferdes im statischen und dynamischen Zustand,
8. Beraten und Informieren von Kunden, z.B. in Fragen der Hufpflege, des Hufbeschlages und der Pferdehaltung

Hier gelangen Sie zum Berufsprofil, den Ausbildungsvorschriften und der Prüfungsordnung für diesen Lehrberuf.



Installations- und Gebäudetechnik (Grundmodul) und Lüftungstechnik (Hauptmodul)



Kraftfahrzeugtechnik Grundmodul und Hauptmodul Nutzfahrzeugtechnik

Lkw vor der LBS Mistelbach

Wer an großen Kraftfahrzeugen, an Motoren- und Getriebetechnik, und an hochtechnischen, elektronischen und mechanischen Komponenten interessiert ist, kann dieses Modul wählen.
Nutzfahrzeugtechniker/innen warten, reparieren und überprüfen LKWs und Busse und montieren Aufbauten und Sondereinrichtungen z.B. Ladekräne und halten diese instand.

Anforderungen:

  • Technisches Interesse an Fahrzeugen in größeren Dimensionen.

  • Technisches Verständnis für das Erkennen und Beheben von Störungen an mechanischen, hydraulischen, pneumatischen und elektronischen Systemen.

  • Komplexe elektronische Systeme und Einrichtungen müssen verstanden werden.

  • Teamfähigkeit

  • Kundenberatung

Ausbildung:

Grundmodul Kraftfahrzeugtechnik (2 Jahre) und
Hauptmodul Nutzfahrzeugtechnik (1,5 Jahre)
Berufsschule: 3 x 10 und 1 x 5 Wochen

Abschluss:

Lehrabschlussprüfung - Facharbeiter/in

Zukunftschancen:

Der LKW ist eines der wichtigsten Transportmittel und wird es in Zukunft noch mehr sein, deswegen muss der LKW jederzeit einsatzbereit sein. Flexible Nutzfahrzeugtechniker/innen haben daher sehr gute Zukunftsaussichten.

Entwicklungsmöglichkeiten:

Meisterprüfung, Werkstättenleiter/in, selbständige/r Unternehmer/in im Nutzfahrzeugbereich mit Reparatur und Handel.

Erwerb der Berufsreifeprüfung im modularen System

 

Hier gelangen Sie zum Berufsprofil, den Ausbildungsvorschriften und der Prüfungsordnung für diesen Lehrberuf.



Kupferschmied/in

Ein 3-jähriger Lehrberuf. Zusatzqualifikationen können durch weitere Prüfungen in verwandten Lehrberufen (wie z.B. Spengler, Sanitär- und Klimatechniker - Heizungsinstallation, Sanitär- und Klimatechniker - Lüftungsinstallation, ...) erworben werden.



Landmaschinentechniker/in

Der Landmaschinentechniker ist ein moderner Beruf in unserer Wirtschaft. Jede neue Technologie wird umgesetzt und in diesem Beruf mit eingebaut.

Viele sprechen heute von Satellitennavigation im Auto, gesteuert durch GPS. In der Landtechnik wird das GPS-System bereits seit vielen Jahren angewandt.
Der Landmaschinentechniker wechselt nicht nur Ersatzteile, sondern repariert diese vor Ort, auch auf dem Feld, bei jeder Witterung. Dieser Beruf ist auch von vielen Fachfirmen sehr gefragt, da die Gesamtkenntnisse in diesem Lehrberuf bedeutend sind.

Die Vielfalt der eingesetzten Geräte und Maschinen, erfordern auch ein entsprechendes fachliches Gesamtwissen des Facharbeiters.
Dazu gehören im Wesentlichen:
Funktion, Aufbau und Wirkungsweise aller in der Landtechnik vorkommenden Maschinen und Geräte. Die Typenart spielt dabei keine Rolle, sondern das Allgemeine. Sämtliche Schlepper und den dazu gehörenden Maschinen und Geräte, wie Boden- und Pflanzenpflegegeräte, Erntemaschinen, Maschinen für die moderne Tierhaltung, Waldpflege und Einbringmaschinen, usw.
Diese Kenntnisse kann der Landmaschinentechniker, die Landmaschinentechnikerin nicht alleine in der Berufsschule erlernen, sondern er muss sich die Fachkenntnisse oft in speziellen Kursen selbst aneignen. Moderne Geräte sind immer mehr mit moderner Elektrik und Elektronik ausgerüstet. Modernste Prüftechniken erfordern spezielle Kenntnisse in der Prüfgerätekunde. In kaum einem anderen Lehrberuf wird auf die Weiterbildung so großer Wert gelegt.

Die Lehrzeit des Landmaschinentechniker/In beträgt 3½- Jahre. Zusatzqualifikationen können durch weitere Prüfungen in verwandten Lehrberufen (wie z.B. Wagner, Berufskraftfahrer/in, Baumaschinentechnik, ...) erworben werden.



Metalltechnik - Fahrzeugbautechnik (H2)

Als der Schmied noch alle landwirtschaftlichen Geräte und Maschinen repariert hat, hat er auch die landwirtschaftlichen Anhänger gebaut. Aus dieser Berufsgruppe hat sich der Fahrzeugbautechniker, die Fahrzeugbautechnikerin entwickelt.

Aufgabenbereich des Fahrzeugbautechnikers / der Fahrzeugbautechnikerin:

Der Fahrzeugbautechniker, die Fahrzeugbautechnikerin baut die Fahrzeuge, ob Zugfahrzeug oder Anhänger, ab dem Hauptrahmen auf. Die Vielfalt der unterschiedlichen Fahrzeuge verlangt dabei die Kenntnisse im Rahmenbau, Schweißen von allen Materialien, Bremsenbau, Hydraulik, Pneumatik, KFZ-Elektrik, Motorenkenntnisse, Einbau von Kühlaggregaten.

Durch den Lehrplan des Fahrzeugbautechnikers, der Fahrzeugbautechnikerin wurden alle diese Bereich abgedeckt. Der Betrieb benötigt daher keine zusätzlichen Facharbeiter für die unterschiedlichen Gewerke. Der Fahrzeugbautechniker, die Fahrzeugbautechnikerin deckt die wesentlichen Bereiche ab.

Ein moderner Beruf mit guten Berufsaussichten.

Die Lehrzeit beträgt 3½- Jahre. Zusatzqualifikationen können durch weitere Prüfungen in verwandten Lehrberufen (wie z.B. Maschinenbautechnik, Baumaschinentechnik, Dreher, ...) erworben werden.



Metalltechnik - Modullehrberuf



Metalltechnik - Schmiedetechnik (H5)

Schmieden ist eines der ältesten Verfahren der Metallbearbeitung. Der Beruf des Schmieds hat somit eine Geschichte von mehreren tausend Jahren. Wegen seiner Fähigkeiten und seines Anteils an der Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Gesellschaft wurde der Schmied stets geachtet. Im Verlauf der Entwicklung wurde eine Spezialisierung erforderlich. Es entstanden Berufe wie Huf- und Wagenschmied, Kunstschmied, Werkzeugschmied, Messerschmied, Federschmied und andere. Auch viele artverwandte Berufe gingen aus dem Schmiedeberuf hervor.

Die ständige Entwicklung der Produktionsmittel und der Bedürfnisse forderten auch vom Schmied, sich immer wieder neuen Bedingungen anzupassen. Sie führten zu einer recht unterschiedlichen Entwicklung der Arbeitsgebiete und der Produktionseinrichtungen der einzelnen Schmiedebetriebe. Einige Handwerksbetriebe entwickelten sich zu Industriebetrieben.
Im Verlauf des bisherigen wissenschaftlich-technischen Fortschritts wurden produktive Umformverfahren, wie Walzen, Pressen, Prägen, Treiben, Ziehen, entwickelt. Das Schmieden bleibt jedoch für die Metallbearbeitung auch künftig ein geeignetes Verfahren, weil es hohe Festigkeit der Erzeugnisse bei geringem Werkstoffverlust gewährleistet. Die Produktion von Schmiedestücken ist weiterhin quantitativ und qualitativ zu erhöhen. Dazu sind die vorhandenen Kapazitäten voll auszulasten und dem Bedarf entsprechend zu erhöhen.
An unserer Schule werden alle Schmiedeberufe ausgebildet außer dem Kupferschmied. Da kaum noch jemand diesen Beruf ausübt, gibt es auch entsprechend wenige Lehrstellen.
Die Ausbildung zum Hufschmied erfolgt in eigenen Lehrgängen gemeinsam mit der Vet. Med. der UNI-Wien. Im Zuge der Ausbildung an unserer Schule, absolvieren die Lehrlinge auch die Schweißgrundausbildung. Die Kosten dafür übernimmt in großzügiger Form die Innung der Schlosser und Schmiede.

Aufgabenbereich des Schmiedes:

Die Tätigkeit des Schmieds erstreckt sich vorwiegend auf:

  • Wartung, Pflege und Instandhaltung sowie teilweise Neuanfertigung von
    Maschinen und Geräten für die Landwirtschaft und Nahrungsgüterwirtschaft.
  • Kooperationsleistungen für Betriebe der Industrie, des Verkehrs und es Bauwesens.
  • Reparaturen und Dienstleistungen für die Bevölkerung.
  • Die Herstellung der uns bekannten schönen schmiedetechnischen Formen wie:
    Kunst-, Gebrauchs- und Ziergegenstände, Ziergitter, Zäune, Laternen, Luster, Sportwaffen, usw..
  • Formschmieden: Alle Handgartengeräte entstammen einem Formschmiedebetrieb.
  • Ohne Schmied gibt es kein Auto, die wesentlichen Teile wie Kurbel- und Nockenwelle, Pleuel und Achsschenkel stellt der Formschmied her.
  • In der Medizin benötigt man diverses Operationsbesteck. Auch dieses wird vom
    Messerschmied hergestellt.

Diese vielseitigen Aufgaben verlangen gefestigte Grundüberzeugungen sowie umfangreiche Fachkenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Die Lehrzeit beträgt 3½- Jahre. Zusatzqualifikationen können durch weitere Prüfungen in verwandten Lehrberufen (wie z.B. Maschinenbautechnik, Metalltechnik - Stahlbautechnik, Dreher, ...) erworben werden.



Spengler/in

Abenteuer Dach - Der Spengler

Sehr geehrte Besucherin, sehr geehrter Besucher!

Willkommen im Bereich unserer Berufsgruppe Bauspengler!

Die Bauspenglerei hat eine sehr lange, bereits über Jahrhundertereichende, Geschichte. Trotz des Alters ist dieses  Handwerk immer noch aktuell und wird auch in Zukunft ein solides Standbein unserer (Bau) Gesellschaftdarstellen!

Um sich von diesem interessanten Beruf und dessen Möglichkeiten einbesseres Bild machen zu können, laden wir Sie zu folgenden Kurzfilm gerne ein:

Wir freuen uns bereits, unser Wissen und unsere Erfahrung im Zuge einer Berufsschulausbildung zum Spenglergesellen weiter geben zu dürfen bzw. die Lehrlinge dabei zu begleiten.

Mit besten Grüßen
das Spenglerteam der LBS Mistelbach.

Imagefilm Abenteuer Dach

Ein Thomas Spengler wird zu Anfang des 15. Jahrhunderts genannt, die "spengler zech" tritt zum selben Zeitpunkt urkundlich hervor. Näheres findet Ihr in: Geschichte der Spengler und Kupferschmiede, Grössing, Landesinnung Wien.
Wer kennt nicht den Spengler, verantwortlich für die Dachentwässerung und Dichtheit des Daches, der Profi den man sucht wenn einem das "Wasser hereinregnet". Er ist der Spezialist für moderne Architektur, geplant hat man schnell, aber schön ausgeführt - dies verrichtet der Spengler. Sagt doch ehrlich, es ist doch der Spengler der eine besondere Gabe für Design, Gefühl für das Material und Freude am Ausblick hat.
Der Spengler verarbeitet alle Materialien, spezielle Bleche für Dächer und deren Entwässerung, Formstücke für Lüftungen, Ziergegenstände und Fassaden.
Die Spengler und deren verwandte Berufe sind: Bauspengler, Blechschlosser, Lüftungsspengler, Der Kunstspengler (Galanteriespengler)

Aufgabenbereich des Spenglers / der Spenglerin:
Der Spengler / die Spenglerin verarbeitet alle Arten von Blech für die verschiedensten Verwendungszwecke.
Aus den im Walzverfahren hergestellten Blechtafeln stellt er/sie die gewünschten Formen her, verwendet aber auch genormte Fertigfabrikate. Der häufigste Einsatzbereich ist die Tätigkeit des Bauspenglers/der Bauspenglerin, der/die Blechdächer verlegt und Dachrinnen montiert. Dies erfolgt durch anheften der entsprechend zugerichteten Blechteile mittels Aufbugmaschinen und Zusammenfalzen der Bleche.

Die Lehrzeit für den Spengler beträgt 3 Jahre. Zusatzqualifikationen können durch weitere Prüfungen in verwandten Lehrberufen (wie z.B. Metalltechnik - Blechtechnik, Karosseriebautechnik, Metalldesign, ...) erworben werden.